On-Page SEO: Im Zentrum stehen Webseite und Nutzer

Als “On-Page SEO” wird das direkte Gegenstück zum Off-Page SEO bezeichnet. Letzteres fokussiert sich auf Maßnahmen abseits einer Webseite, die sich zu Gunsten dieser auswirken, das On-Page SEO hingegen realisiert solche Maßnahmen unmittelbar auf der zu optimierenden Webseite. Im Fokus stehen dabei aber keine Algorithmen von Suchmaschinenbetreibern, sondern der Nutzer, der die Webseite besucht.

Kurz zusammengefasst: Was ist On-Page SEO eigentlich?

Der Name gibt bereits einen guten Ausblick, was hinter dem Begriff steckt. “On-Page” steht frei übersetzt für “auf der Webseite”, folglich umfasst der Begriff alles, was auf dieser verändert wird. Die Wünsche der Nutzer und von Suchmaschinen wie Google überschneiden sich, denn den Suchmaschinen ist vor allem wichtig, dass der Nutzer das findet, was er tatsächlich sucht – und zwar in bestmöglicher Qualität und entsprechend aufbereitet. Deshalb sind Maßnahmen, die On-Page stattfinden, immer sowohl für das Ranking als auch die User-Experience von Vorteil.

Typische Optimierungspotentiale zeigen sich beispielsweise bei:

  • den Ladezeiten und der Erreichbarkeit
  • den Inhalten, mitsamt der Aufbereitung und ihrem Mehrwert
  • der mobilen Verfügbarkeit
  • der User-Experience, mit allem, was diese beinhaltet

Grob unterteilen lassen sich selbige in verschiedene Gebiete, angefangen mit den Inhalten als Königsdisziplin, über technische Anpassungen bis hin zur Erfassung und Auswertung vom Nutzerverhalten.

All diese Aspekte und die einzelnen Faktoren, die dahinterstecken, wirken sich konkret auf die Bewertung durch die Suchmaschinen aus. Wer also bei Google und Co. punkten möchte, muss in erster Linie seine (künftigen) Besucher im Auge behalten – und diesen eine erstklassige Webseite bieten. Aufgrund der in der jüngeren Vergangenheit stetig steigenden Verbreitung von mobilen Endgeräten, sind diese heute nicht mehr außen vor.

Eine Webseite, die auch mobile Nutzer “abfangen” möchte, muss auf Smartphone und Tablet also genauso überzeugen können.

Einzelne Faktoren, die sich auf das Ranking auswirken

Als Oberbegriff bündelt “On-Page SEO” jegliche Konzepte, Strategien und konkrete Maßnahmen, die auf der Webseite stattfinden. Doch welche genau sind das? Die Zahl der Rankingfaktoren ist ausgesprochen groß, sie spiegeln in direkter Art und Weise die Qualität der Webseite wider. Deshalb ist es unerlässlich, eine Optimierung immer ganzheitlich zu verfolgen. Hier und da an einigen Stellschrauben zu drehen, kann die Rankings zwar verbessern, Spitzenpositionen verspricht aber nur ein ausgeklügeltes SEO-Konzept. In diesem kommen OnSite-Maßnahmen nicht zu kurz, da sie letztlich als eine Vorgabe dienen, was dem Nutzer wichtig ist und wie dessen Erlebnis auf und im Umgang mit der Webseite verbessert wird.

Google passt den eigenen Algorithmus kontinuierlich an. Die Updates, die oft unschuldige Tiernamen wie “Kolibri” oder “Panda” tragen, legen den Grundstein für die Bewertung einer Webseite.

Auffällig ist in den letzten Jahren vor allem, dass diese immer intelligenter werden. Bestand SEO vor 20 Jahren noch vorwiegend aus Meta-Angaben und dem häufigen Platzieren von Keywords, muss eine Webseite für Spitzenrankings heutzutage weitaus mehr leisten.

Den Nutzern kommt das zu Gute, da sie so qualitativ nachhaltig verbessert wird. Im Zuge dessen lassen sich mehrere relevante Aspekte und Rankingfaktoren herausarbeiten.

Mobile first – Smartphone- und Tablet-Nutzer sind keine Nische mehr!

Mit der Veröffentlichung des Panda-Updates wurde erstmals auch der Fokus stärker auf die Nutzer an mobilen Endgeräten gelegt. Das Update, das in mehreren Etappen veröffentlicht wurde, traf zwischen 2014 und 2015 viele Webmaster unvorbereitet. Das zeigt der Blick auf verschiedene große Webseiten, die teilweise zwischen 25 und 75% ihrer Sichtbarkeit einbüßten – darunter auch namhafte Vertreter wie eBay oder Reddit.

Mittlerweile sind mobile Nutzer auf Augenhöhe zu Desktop-Nutzern angekommen und werden längst nicht mehr stiefmütterlich behandelt.

Eine moderne Webseite sollte und kann daher nicht mehr auf die Optimierung für mobile Endgeräte verzichten. Das gelingt beispielsweise über responsive Webdesigns, die sich automatisch an die kleineren Mobile-Displays anpassen, ohne dass hierbei Inhalte verloren gehen oder das Design an Qualität und Usability einbüßt. Google ist das Anliegen sogar so wichtig, dass sie ein eigenes Tool zur Mobile-Analyse entwickelt haben und selbiges kostenfrei bereitstellen.

Hier werden beispielsweise Fehler wie

  • zu kleine Schriftgrößen
  • fehlende mobile Viewports
  • zu eng formatierte Links
  • zu große Media-Dateien hervorgehoben.

Sie allesamt beeinflussen die User-Experience eines Mobile-Nutzers negativ und wirken sich daher entsprechend negativ auf die Rankings einer Webseite aus.

User-Experience: Wie viel “Freude” haben Besucher einer Webseite?

Ob Informationen, Produkte oder Dienstleistungen gesucht werden, die Webseite sollte dem Nutzer keine symbolischen Steine in den Weg werfen, sondern ihn bei seinem Problem und Anliegen unterstützen. Hinter dem Begriff “User Experience” verbirgt sich genau das: wie viel Freude hat der Nutzer auf der Webseite, was stört ihn und fühlt er sich insgesamt gut aufgehoben?

Ein maßgeblicher Faktor ist die Geschwindigkeit einer Webseite. Es ergibt kaum überraschend Sinn, dass auch Googles Algorithmus großen Wert auf die Ladezeiten legt, schließlich möchte kein Nutzer ewig vor einer langsam ladenden Webseite verbringen. Selbst kleine Unterschiede können einen großen Effekt haben.

Schon 1 Sekunde Verzögerung kann in einer Reduzierung der Conversion-Rate von 7 Prozent resultieren!

In einer Studie von KISSmetrics kam außerdem heraus, dass die Ladezeiten direkt mit der Absprungrate korrelieren. Das ist die Quote die angibt, wie viele Nutzer eine Webseite direkt wieder verlassen. Bei einer Ladezeit von kaum zumutbaren zehn Sekunden beträgt die Absprungrate etwa 40 Prozent, bei einer Ladezeit von lediglich zwei Sekunden aber nur noch rund 10 Prozent. Es lohnt also sich Gedanken zu machen, wie die Ladezeiten nachhaltig optimiert werden können – und wenn dabei auch nur eine einzelne Sekunde eingespart wird! Der Effekt ist messbar und wirkt sich einerseits konkret auf den Traffic und die User-Experience, zeitgleich aber auch auf die Rankings der Webseite aus.

Die User-Experience ist, anders als häufig angenommen, durchaus messbar! Daten zu den Absprungdaten, den angesehenen Seiten pro Nutzer oder die Verweildauer auf einer Seite helfen dabei, die User-Experience einer Webseite objektiv zu beurteilen. Während Kennzahlen wie die Absprungrate möglichst niedrig sein sollten, wird bei beispielsweise der Verweildauer ein hoher Wert angestrebt. Eine höhere Verweildauer bedeutet auch, dass der Nutzer an den Inhalten Gefallen findet und diese daher aufmerksam studiert.

Ein weiterer Faktor bei der User-Experience ist der logische Aufbau einer Webseite. Der Nutzer sollte in der Lage sein:

  • schnell und mit wenigen Klicks das zu finden, wonach er sucht
  • ständig zu wissen, wo genau er sich gerade auf der Webseite befindet
  • bei Bedarf schnell wieder zur Hauptseite zurückgelangen können

Der logische Aufbau einer Seite, inklusive sinnvoller, aber nicht überladener Navigation, ist demnach ein weiterer Bestandteil der On-Page Optimierung. Kaum überraschend spielt das Design hierbei eine große Rolle, denn selbiges sorgt maßgeblich dafür, dass die Übersicht selbst bei inhaltlich umfassend aufgebauten Webseiten oder Shops mit großem Sortiment nicht verloren geht.

Alles für den User: Inhalte sind immer noch das Herzstück einer Webseite

Inhalte genießen bei Google seit jeher eine große Aufmerksamkeit. Das ist nicht überraschend, ist es doch der Content, der letztlich das Herzstück der Webseite ausmacht. Die Inhalte einer Webseite sollten auf die Zielgruppe hin ausgerichtet werden, dieser einen echten Mehrwert bieten und logisch sowie verständlich aufgebaut sein. Die Zeiten, in denen lediglich Keywords in Texte “gespammed” werden, sind längst gezählt. Zwar ist eine natürliche Einbindung von Keywords noch immer sinnvoll, jedoch dürfen diese weder den Lesefluss stören noch die Inhalte “billig” wirken lassen. Entscheidend ist letztlich die Qualität des Contents, da dieser auch die Nutzer auf der Webseite bindet – und sich somit positiv auf die eben erwähnten Kennziffern auswirkt.

Mit einem ganzheitlichen SEO-Konzept geht der Schwerpunkt auf On-Page SEO nicht verloren. Stattdessen wird gleichermaßen die Qualität einer Webseite verbessert, während sie im Gegenzug mit besseren Rankings zu ihren relevanten Suchbegriffen belohnt wird.

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