Aktuelle Content Management Systeme

Übersicht

Content Management Systeme sind für viele Websites die beste Möglichkeit, um einfache Bedienung und komplexe Funktionalität miteinander zu vergleichen. Einem flexiblen Frontend für die Besucher*innen steht ein leicht verständliches Backend gegenüber, dass Einsteiger*innen nicht überfordert. Gleichzeitig bietet ein CMS eine nahtlose Erweiterbarkeit und Dinge wie Responsive Design und oftmals auch Hosting sind im Preis inbegriffen. Doch mit WordPress, Joomla, Squarespace und Co. ist der Markt inzwischen auch breit gestreut – fragen Sie sich also, welches System Sie nutzen sollen, dann verrät Ihnen unser Überblick mehr.

Die beliebtesten Systeme im Überblick - die Content Management Systeme nach Marktanteil

Das beliebteste CMS ist ohne Konkurrenz WordPress. Ursprünglich als reines Blogging-System gestartet, sitzt WordPress heute im CMS-Segment auf der unangefochtenen Pole Position. Stand 02/2021 liegt der Marktanteil des US-amerikanischen Unternehmens bei 64,2% unter den Content Management Systemen, kein anderes CMS wird also so häufig genutzt wie WordPress. Das Content Management System Shopify, das speziell für den eCommerce designt wurde, liegt mit 5,2% weit abgeschlagen auf dem zweiten Platz. Darauf folgen Joomla! (3,5%), Squarespace (2,5%) und Drupal
und Wix (je 2,4%).

Für WordPress-User*innen bedeutet das natürlich, dass sie auf nahezu jede Frage eine schnelle Antwort finden, es mehr Plug-Ins für die Individualisierung gibt und Sie über Themes sehr rasant sehr ansehnliche (und verlässliche) Seiten erstellen können. Allerdings sollten Sie die Konkurrenz keinesfalls abschreiben, denn unser Überblick zeigt Ihnen, welche Content Management Systeme Ihnen zur Verfügung stehen und mit welchen Vor- und Nachteilen Sie rechnen können bzw. müssen.

WordPress - der Platzhirsch im Vergleich

An WordPress führt kein Weg vorbei, die Plattform ist synonym für Content Management Systeme und ist ein Open-Source-CMS. Das bedeutet, dass jede*r mit Erfahrung im Programmieren für WordPress entwickeln kann. So gibt es nicht nur Developer, die Plug-Ins verkaufen, sondern auch Webdesigner*innen, die sich auf WordPress für Unternehmen spezialisiert haben.

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Selbst ohne solchen technischen Support funktioniert WordPress aber dank schneller (optionaler) Installation und der Vielzahl an Themes blendend. Für Websites ohne großes Hostingvolumen gibt es zudem eine kostenlose Basisversion. Vor allem für Blogs kann das eine gute Einstiegslösung sein, aber WordPress skaliert auch mit – notfalls bis zum Millionenunternehmen.

Die Oberfläche ist intuitiv, Dokumentationen finden sich reichlich und durch Plug-Ins lässt sich eine WordPress-Seite nahezu beliebig personalisieren. Wie Ihre Seite auf Mobilgeräten und Tablets aussieht, können Sie sich ebenfalls in Echtzeit anzeigen lassen. Bei hohem Traffic-Aufkommen müssen Sie dafür gegebenenfalls mit Performance-Einbußen rechnen, zudem müssen Sie Plug-Ins manuell installieren und mit vergleichsweise vielen Sicherheitsupdates rechnen.

Insgesamt ist WordPress ein CMS, mit dem Sie nie etwas falsch machen werden, aber eben auch nicht so konkurrenzlos wie die Übermacht am Marktanteil es vermuten ließe.

Squarespace und Wix - die persönliche WordPress-Konkurrenz

Suchen Sie vor allem eine Website um sich persönlich oder Ihre Projekte, so werden Sie sicher bereits auf Wix und Squarespace gestoßen sein. Diese Seiten sind vor allem ästhetisch ansprechendere Alternativen zu WordPress, die mit intuitivem, visuellen Design arbeiten und sich noch mehr wie Baukastensysteme erstellen lassen.

Bei Squarespace werden Sie sogar von einem AI-basierten Algorithmus bei der Erstellung Ihrer Seite unterstützt. All dies sieht auch ohne viel Aufwand besser aus als viele Themes bei WordPress. Eine Alternative sind beide Plattformen aber vor allem für Personal Plans, also gut für
Blogger*innen, Fotograf*innen, Sprecher*innen und Co.

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Joomla! - ein Rundumpaket für Fortgeschrittene

Joomla! liegt beim Marktanteil auf dem dritten Platz und gibt sich keine Blößen. Selbst ohne Plug-Ins ist Joomla! ein vollständiges CMS, das mit hoher Funktionalität begeistert – mehr als 6.000 Erweiterungen stehen dennoch zur Verfügung, um eine individualisierte Erfahrung zu ermöglichen.

Selbst auf Unternehmensebene ist Joomla! eine gute Wahl, die vielen deutschsprachigen User*innen in den Foren vereinfachen die Suche nach Lösungen für alle ohne Fremdsprachen- und IT-Kenntnisse. Weil aber viele Erweiterungen von User*innen geschrieben sind und diese über ein Repository geteilt werden, kann es bei Updates immer wieder zu Problemen kommen, wenn diese Extensions nicht manuell upgedatet werden. Gerade im Rechtemanagement ist die Handhabung unnötig komplex, viele der Erweiterungen kosten dann zusätzlich.

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Gerade wenn Joomla! ohne zusätzliche Extensions als Plug-and-Play-Lösung in Frage kommt, ist es eine tolle Alternative zu WordPress.

TYPO3 - das Content Management System für Unternehmen

Ein Marktanteil von 0,5% mag in der Summe nicht besonders beeindruckend klingen, doch TYPO3 richtet sich gezielt an Unternehmen. Richtig interessant wird TYPO3 daher auch erst auf Enterprise-Ebene und ist eine ideale Lösung für größere Unternehmensportale oder Online-Shops mit hohem Traffic-Aufkommen.

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Vor allem der Funktionsumfang, das leichte Rechtemanagement und die nahtlose Integration anderer Content Management Systeme und ERP-Lösungen ist für Unternehmen interessant. Gerade aufgrund der professionellen Zielgruppe wirkt TYPO3 im Backend aber oft etwas monolithisch, die vielen Funktionen sorgen eben auch für ein komplexes Backend. Eine geschulte IT-Abteilung ist hier fast schon ein Muss.

Die CMS-Lösungen speziell für den eCommerce

Erweiterungen für Online-Händler gibt es für alle gängigen Content Management Systeme, auch bei WordPress lässt sich ein Shop schnell einrichten.

Doch für Online-Shops gibt es auch spezielle Baukastensysteme, die CMS und Shop-Oberfläche in einem sind. Die beliebteste Lösung hier heißt Shopify, doch auch Magento oder PrestaShop verbinden die Erstellung einer Website und das Einrichten eines Online-Shops problemlos. Am besten geeignet sind diese für kleinere Shops, die einen optisch ansprechenden übersichtlichen Shop mit gestreamlinetem Backend erstellen möchten, ohne viel Aufwand für Extensions einzusetzen.

Neos - die Alternative für Unternehmen

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Letztlich sei noch Neos erwähnt, ein Content Management System auf Enterprise-Ebene, das trotz der hohen Ansprüche intuitiv bedienbar ist. Damit eignet Neos sich etwa besonders gut für Start Ups mit hohen Ansprüchen aber fehlendem IT-Management.

Die Lösung heißt hier schlichtweg: What You See Is What You Get, so dass User*innen einfach im Design des Frontends schreiben und designen können. Auch die Skalierbarkeit und Resilienz gegenüber hohem Traffic-Volumen oder Angriffen sind echte Pluspunkte von Neos, doch die Einarbeitungszeit beim Erstellen neuer Projekte wirkt oft abschreckend. Vor allem für Unternehmen, die bereits andere CMS-Lösungen einsetzen.

Vom Content Management System zur individuellen Website

Bei der Wahl des CMS gibt es keine Lösung, die auf alles passt. Stattdessen haben Sie die Möglichkeit, aus vielen Anbietern die preislich und inhaltlich beste Lösung zu finden – oder sich für das System zu entscheiden, das Sie dank der Erweiterungen am besten anpassen können.
Dabei sollten Sie unbedingt darauf achten, dass nicht nur die Funktionalität stimmt, sondern auch die Bedienbarkeit. Schließlich müssen Sie Updates über das Backend einpflegen und Ihre Seite so selbst verwalten. Dank der flexiblen Angebote, der Community-Seiten, Dokumentationen und Extensions finden Sie aber in jedem Fall ein System, das Ihren Ansprüchen gerecht wird.

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